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Person füllt am Schreibtisch ein Formular zur Anmeldung einer Haushaltshilfe aus

Haushaltshilfe anmelden, absetzen und legal beschäftigen

· 16 Min. Lesezeit
Person füllt am Schreibtisch ein Formular zur Anmeldung einer Haushaltshilfe aus

Du hast eine Haushaltshilfe gefunden oder willst eine engagieren, und plötzlich stellt sich die Frage: Muss ich die eigentlich anmelden? Die kurze Antwort lautet ja. Sobald jemand regelmäßig gegen Bezahlung in deinem Haushalt arbeitet, entsteht ein Beschäftigungsverhältnis mit Rechten und Pflichten. Wer das ignoriert und schwarz bezahlt, riskiert Bußgelder, Haftung im Schadensfall und verliert obendrein einen saftigen Steuervorteil.

Kurzfassung: Ja, du musst anmelden. Über das Haushaltsscheck-Verfahren oder eine geprüfte Plattform ist das aber in wenigen Minuten erledigt und spart dir Bußgeld plus Steuervorteil.

Die gute Nachricht: Die legale Anmeldung ist in Deutschland erstaunlich einfach. Für die meisten Privathaushalte gibt es das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale, das den ganzen Papierkram auf wenige Klicks reduziert. Buchst du über eine geprüfte Vermittlungsplattform, ist die korrekte Anmeldung sogar komplett im Service enthalten. In diesem Ratgeber erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Haushaltshilfe sauber anmeldest, was es kostet, wie viel du über die Steuer zurückholst und wo die typischen Fallstricke liegen.

Hinweis vorweg: Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen verständlich und nach bestem Wissen. Er ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte zu deinem konkreten Fall gibt dir die Minijob-Zentrale, dein Steuerberater oder das Finanzamt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sobald deine Haushaltshilfe regelmäßig gegen Geld arbeitet, musst du sie anmelden, sonst ist es Schwarzarbeit||Für Privathaushalte läuft die Anmeldung über das einfache Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale||20 Prozent deiner Kosten holst du dir nach Paragraf 35a EStG über die Steuer zurück||Bei vermittelten Kräften über Wecasa, Helpling oder Batmaid ist die Anmeldung im Service enthalten, du musst dich um nichts kümmern||Auf reinen Marktplätzen wie Betreut.de bist du selbst für die korrekte Anmeldung verantwortlich

Warum du deine Haushaltshilfe legal anmelden solltest

Schwarzarbeit im Haushalt ist verbreiteter, als viele glauben. Bar auf die Hand, keine Papiere, keine Fragen. Das wirkt im ersten Moment bequem und günstig. Tatsächlich gehst du damit ein erhebliches Risiko ein, das im Ernstfall richtig teuer wird. Vier Gründe, warum sich die legale Anmeldung lohnt.

Bußgelder und rechtliche Konsequenzen

Die nicht angemeldete Beschäftigung einer Haushaltshilfe ist eine Ordnungswidrigkeit. Fliegt sie auf, drohen Bußgelder, die je nach Dauer und Umfang der Beschäftigung deutlich höher ausfallen können als alles, was du dir durch das Schwarzzahlen gespart hast. Hinzu kommt die Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen. Wer als Arbeitgeber bewusst Beiträge vorenthält, bewegt sich im schlimmsten Fall sogar im strafrechtlichen Bereich. Für eine Putzkraft, die zweimal die Woche kommt, steht das in keinem Verhältnis zum Risiko.

Keine Absicherung im Schadensfall

Den meisten ist dieser Punkt nicht bewusst: Stürzt deine schwarz beschäftigte Haushaltshilfe auf deiner Treppe und verletzt sich, gibt es keinen gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, weil das Beschäftigungsverhältnis offiziell nicht existiert. Im schlimmsten Fall bist du als Auftraggeber für die Behandlungskosten und den Verdienstausfall haftbar. Auch wenn die Kraft etwas in deiner Wohnung beschädigt, hast du ohne sauberes Verhältnis und ohne Versicherung schlechte Karten. Legal angemeldet ist deine Haushaltshilfe dagegen automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Der verschenkte Steuervorteil

Wer schwarz zahlt, verschenkt bares Geld. Der Staat belohnt die legale Beschäftigung von Haushaltshilfen mit einem ordentlichen Steuerbonus nach Paragraf 35a Einkommensteuergesetz: 20 Prozent deiner Kosten werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Diesen Vorteil gibt es nur, wenn die Beschäftigung angemeldet und nachweisbar ist. Wer bar bezahlt, kann nichts absetzen. Rechnet man den Steuerbonus gegen, ist die legale Variante am Ende oft kaum teurer als Schwarzarbeit, manchmal sogar günstiger.

Fairness gegenüber der Haushaltshilfe

Eine schwarz beschäftigte Kraft hat keine Rentenansprüche aus dieser Arbeit, keinen Krankenversicherungsschutz über die Beschäftigung, keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub und keine Unfallabsicherung. Mit der legalen Anmeldung sorgst du dafür, dass die Person, die deine Wohnung sauber hält, auch sozial abgesichert ist. Und das macht das Verhältnis für beide Seiten verlässlicher.

Minijob oder sozialversicherungspflichtig: welches Modell passt?

Bevor du irgendetwas anmeldest, musst du wissen, in welcher Form du deine Haushaltshilfe beschäftigst. Das hängt vor allem davon ab, wie viel sie im Monat verdient. Es gibt zwei Grundmodelle, und sie unterscheiden sich deutlich im Aufwand und in den Beiträgen.

Der Minijob im Privathaushalt

Das mit Abstand häufigste Modell ist der Minijob, auch geringfügige Beschäftigung genannt. Ein Minijob liegt vor, wenn der Verdienst die Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigt. Diese Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt und liegt 2026 bei 556 Euro im Monat. Solange deine Haushaltshilfe also nicht mehr als diesen Betrag im Monatsdurchschnitt verdient, ist sie ein Minijob.

Für Privathaushalte ist das Minijob-Modell ideal, weil die Anmeldung über das vereinfachte Haushaltsscheck-Verfahren läuft und die Abgaben niedrig sind. Die Haushaltshilfe selbst bekommt ihren Lohn weitgehend brutto wie netto ausgezahlt, sie zahlt in der Regel keine eigenen Beiträge, abgesehen von einem kleinen Rentenversicherungsanteil, von dem sie sich auf Wunsch befreien lassen kann.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Verdient deine Haushaltshilfe regelmäßig mehr als 556 Euro im Monat, ist sie kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dann fallen die regulären Sozialversicherungsbeiträge an, und die Anmeldung wird komplexer. Wende dich in dem Fall an die Minijob-Zentrale oder einen Steuerberater, denn hier greift nicht mehr das schlanke Haushaltsscheck-Verfahren. Der Vorteil: Bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung fällt der Steuerbonus deutlich höher aus, dazu später mehr.

Selbstständig statt angestellt: die dritte Variante

Es gibt noch einen dritten Weg, und genau den gehen die meisten Vermittlungsplattformen. Hier ist die Reinigungskraft nicht deine Angestellte, sondern selbstständig tätig oder bei der Plattform fest angestellt. Du buchst eine fertige Dienstleistung und musst überhaupt nichts anmelden, weil du niemanden beschäftigst, sondern einen Service einkaufst. Die Kraft kümmert sich selbst um ihre Steuer und Sozialversicherung, oder die Plattform tut es als Arbeitgeber. Für dich fällt die ganze Anmeldethematik damit weg. Mehr dazu im Abschnitt über die Plattformen.

Das Haushaltsscheck-Verfahren Schritt für Schritt

Wenn du deine Haushaltshilfe selbst als Minijob anstellst, ist das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale dein Werkzeug. Es ist bewusst einfach gehalten, damit auch Privatpersonen ohne Lohnbuchhaltung damit klarkommen. So läuft es ab.

Haushaltshilfe als Minijob anmelden

ca. 15 Minuten 0 € für die Anmeldung selbst
1

Beschäftigung klären

Vereinbare mit deiner Haushaltshilfe den Stundenlohn und die Stundenzahl. Achte darauf, dass der Verdienst im Monatsdurchschnitt unter der Geringfügigkeitsgrenze von 556 Euro bleibt, damit es ein Minijob bleibt. Mindestens muss der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden.
2

Bei der Minijob-Zentrale registrieren

Melde dich auf dem Online-Portal der Minijob-Zentrale (minijob-zentrale.de) an. Du brauchst deine Daten und die deiner Haushaltshilfe, darunter die Sozialversicherungsnummer und die Steuer-Identifikationsnummer.
3

Haushaltsscheck ausfüllen

Über den Haushaltsscheck meldest du das Beschäftigungsverhältnis an. Du trägst Beginn, Verdienst und die Kontoverbindung für den Beitragseinzug ein. Das ersetzt die komplette Lohnmeldung.
4

Beiträge per Lastschrift abführen

Die Minijob-Zentrale berechnet die pauschalen Abgaben und zieht sie zweimal im Jahr per Lastschrift ein. Du musst nichts selbst ausrechnen oder überweisen.
5

Lohn bargeldlos zahlen und Belege sammeln

Überweise den Lohn an deine Haushaltshilfe, niemals bar. Nur mit Kontonachweis bekommst du später den Steuerbonus. Hebe alle Belege für die Steuererklärung auf.

Einmal eingerichtet, läuft das Verfahren praktisch von allein. Die Beiträge werden automatisch abgebucht, du bekommst am Jahresende eine Bescheinigung der Minijob-Zentrale für die Steuererklärung. Ändert sich der Verdienst oder endet die Beschäftigung, meldest du das einfach über dasselbe Portal nach.

Was die Anmeldung kostet

Viele schrecken vor der Anmeldung zurück, weil sie hohe Nebenkosten befürchten. Bei einem Minijob im Privathaushalt ist das unbegründet. Die pauschalen Abgaben über die Minijob-Zentrale sind moderat: Sie umfassen Pauschalen für die Renten- und Krankenversicherung, einen kleinen Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung sowie Umlagen, etwa für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Diese Pauschalen liegen bei einem privaten Minijob insgesamt im niedrigen zweistelligen Prozentbereich des Lohns, spürbar unter dem, was im gewerblichen Bereich anfällt. Das ist eine bewusste Förderung: Der Staat will legale Haushaltsbeschäftigung attraktiv machen. Die genaue aktuelle Höhe entnimmst du am besten direkt der Minijob-Zentrale, da sich die Sätze ändern können. Und das Beste: Diese Arbeitgeberkosten kannst du anschließend über die Steuer geltend machen.

556 €

Geringfügigkeitsgrenze pro Monat 2026: Bis zu diesem Verdienst gilt deine Haushaltshilfe als Minijob

Den Steuervorteil nach Paragraf 35a EStG nutzen

Hier wird die legale Anmeldung wirklich attraktiv. Der Staat erstattet dir 20 Prozent deiner Kosten für die Haushaltshilfe, und zwar direkt von deiner Steuerschuld, nicht nur vom zu versteuernden Einkommen. Das ist ein echter Euro-für-Euro-Abzug, deutlich wertvoller als eine normale Werbungskostenpauschale.

Wie hoch der maximale Abzug ausfällt, hängt davon ab, in welcher Form du beschäftigst:

  • Minijob über das Haushaltsscheck-Verfahren: Du kannst 20 Prozent deiner Aufwendungen absetzen, maximal 510 Euro pro Jahr.
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Dienstleistung: Hier sind 20 Prozent deiner Kosten absetzbar, maximal 4.000 Euro pro Jahr. Unter diese höhere Grenze fallen auch Buchungen über Vermittlungsplattformen, weil du dort eine haushaltsnahe Dienstleistung einkaufst.

Der Unterschied ist erheblich. Beim Minijob ist bei 510 Euro Schluss, bei der Dienstleistung über eine Plattform oder bei sozialversicherungspflichtiger Anstellung kannst du bis zu 4.000 Euro im Jahr geltend machen. Wer viel Reinigung in Anspruch nimmt, sollte deshalb genau schauen, welches Modell sich langfristig mehr lohnt.

Ein konkretes Rechenbeispiel

Nehmen wir an, du buchst über eine Vermittlungsplattform eine Putzkraft, drei Stunden pro Woche zu 24,90 Euro die Stunde. Das sind rund 75 Euro die Woche, also etwa 300 Euro im Monat und ungefähr 3.600 Euro im Jahr. Da es sich um eine haushaltsnahe Dienstleistung handelt, greift die 4.000-Euro-Grenze.

Du setzt 20 Prozent von 3.600 Euro ab, das sind 720 Euro. Diese 720 Euro zieht das Finanzamt direkt von deiner Steuerschuld ab. Aus 3.600 Euro Reinigungskosten werden so faktisch 2.880 Euro. Voraussetzung ist und bleibt: Du hast bargeldlos gezahlt, eine ordentliche Rechnung erhalten und beides für die Steuererklärung aufgehoben. Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an, dann ist der gesamte Bonus weg.

4.000 €

Maximal absetzbar pro Jahr bei haushaltsnahen Dienstleistungen und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung (20 Prozent der Kosten)

Die Unfallversicherung nicht vergessen

Einen Punkt übersehen private Arbeitgeber leicht: Beschäftigst du eine Haushaltshilfe selbst als Minijob, bist du verpflichtet, sie bei der gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden. Zuständig ist die Unfallversicherung für Privathaushalte. Im Haushaltsscheck-Verfahren ist das bereits mit abgedeckt. Mit der Anmeldung über den Haushaltsscheck ist deine Kraft automatisch unfallversichert, du musst dich nicht separat darum kümmern.

Diese Absicherung schützt auch dich. Verletzt sich die Haushaltshilfe während der Arbeit, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Behandlung und mögliche Folgekosten. Ohne diese Anmeldung kann dieselbe Verletzung für dich als Auftraggeber zu einem teuren Haftungsfall werden. Genau das ist einer der Gründe, warum sich die paar Minuten Anmeldung lohnen.

Wie Plattformen dir die Anmeldung abnehmen

Wenn dir der ganze Anmeldeaufwand zu viel ist, gibt es einen direkten Ausweg: geprüfte Vermittlungsplattformen. Bei diesen Anbietern ist die Reinigungskraft entweder selbstständig tätig oder fest bei der Plattform angestellt. Du buchst eine fertige Dienstleistung, kein Haushaltsscheck, keine Beiträge, kein Papierkram. Die korrekte Anmeldung und Versicherung der Kraft ist Teil des Service.

Das ist der unkomplizierteste Weg, legal und abgesichert eine Haushaltshilfe zu beschäftigen. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den Anbietertypen, und der entscheidet darüber, ob du dich wirklich um nichts kümmern musst oder eben doch.

Geprüfte Vermittlung: Anmeldung inklusive

Bei geprüften Vermittlern ist die Kraft vertraglich zur Selbstständigkeit verpflichtet oder fest angestellt, und die Plattform versichert das Verhältnis. Schwarzarbeit ist hier vertraglich ausgeschlossen. Du bekommst eine ordentliche Rechnung, zahlst bargeldlos und kannst die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung bis zu 4.000 Euro im Jahr absetzen. Diese Anbieter nehmen dir die gesamte Anmeldethematik ab:

  • Wecasa: Die Kräfte sind geprüfte selbstständige Profis mit Führungszeugnis, die Haftpflicht ist über die Plattform abgesichert. Du buchst zu einem fairen Festpreis ab 24,90 Euro die Stunde, alles inklusive, ohne jede Anmeldung.
  • Helpling: Auf dem Marktplatz von Helpling sind die Kräfte selbstständig und vertraglich zur korrekten Steuer- und Sozialversicherungsanmeldung verpflichtet. Die Plattform versichert Schäden bis zu 5 Millionen Euro. Auch hier zahlst du bargeldlos und kannst absetzen.
  • Batmaid: Batmaid geht noch einen Schritt weiter und stellt die Reinigungskräfte fest an, meldet und versichert sie selbst. Damit ist jedes Risiko der Schwarzarbeit für dich ausgeschlossen, die Plattform ist der gesetzliche Arbeitgeber.

Marktplätze: hier bist du selbst verantwortlich

Bei reinen Marktplätzen sieht die Sache anders aus. Hier vermittelt die Plattform nur den Kontakt, der Vertrag kommt ausschließlich zwischen dir und der Haushaltshilfe zustande. Die Plattform prüft weder die Identität noch die Anmeldung der Kraft und übernimmt keine Versicherung.

Der bekannteste Marktplatz ist Betreut.de. Hier zahlst du eine monatliche Mitgliedschaftsgebühr für den Zugang zu den Profilen, aber die gesamte Verantwortung für die legale Beschäftigung liegt bei dir. Findest du dort eine Kraft, die nicht selbstständig ist, musst du sie selbst als Minijob über das Haushaltsscheck-Verfahren anmelden und versichern. Nutzerberichte deuten darauf hin, dass auf solchen Marktplätzen häufig Barzahlung verlangt wird, was direkt in die Schwarzarbeit führt und dir den Steuerbonus kostet. Wer hier bucht, muss die Anmeldung also selbst in die Hand nehmen, sonst trägt er das volle Risiko.

Unsere Empfehlung

Wenn du Aufwand und Risiko minimieren willst, ist eine geprüfte Vermittlungsplattform der einfachste Weg zur legalen Haushaltshilfe. Die Anmeldung, Versicherung und korrekte Beschäftigung sind im Service enthalten, du zahlst bargeldlos und setzt 20 Prozent über die Steuer ab. Unsere Empfehlung ist Wecasa mit fairen Festpreisen ab 24,90 Euro die Stunde und geprüften Kräften mit Führungszeugnis. Eine gute bundesweite Alternative mit riesiger Abdeckung ist Helpling. Willst du eine Kraft lieber selbst anstellen, führt der Weg über das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale.

Welcher Weg passt zu dir?

Am Ende läuft die Entscheidung auf zwei Fragen hinaus: Wie viel Aufwand willst du selbst übernehmen, und wie regelmäßig brauchst du Hilfe? Wer eine feste Kraft selbst anstellt und den Lohn niedrig hält, fährt mit dem Minijob über das Haushaltsscheck-Verfahren gut, muss aber den Papierkram selbst erledigen und ist auf 510 Euro Steuerbonus begrenzt. Wer es unkompliziert und flexibel will, bucht über eine geprüfte Plattform, spart sich die komplette Anmeldung und kann bis zu 4.000 Euro absetzen.

Von der Schwarzarbeit raten wir in jedem Fall ab. Das vermeintliche Sparen rächt sich beim ersten Schaden, beim ersten Unfall oder bei der ersten Prüfung. Mit dem Steuerbonus gegengerechnet ist die legale Lösung ohnehin kaum teurer, oft sogar günstiger. Wenn du noch unsicher bist, welcher Anbieter zu dir passt, hilft dir unser Putzkraft-Finder oder der ausführliche Vergleich der Putz-Portale weiter.

Häufige Fragen zur Anmeldung einer Haushaltshilfe

Ja. Sobald jemand regelmäßig gegen Bezahlung in deinem Haushalt arbeitet, entsteht ein Beschäftigungsverhältnis, das angemeldet werden muss. Beschäftigst du die Kraft selbst, läuft das über das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale. Buchst du über eine geprüfte Vermittlungsplattform, ist die Anmeldung im Service enthalten und du musst selbst nichts tun. Nur reine Barzahlung ohne jede Anmeldung gilt als Schwarzarbeit und ist eine Ordnungswidrigkeit.

Das Haushaltsscheck-Verfahren ist ein vereinfachtes Anmeldeverfahren der Minijob-Zentrale für Minijobs im Privathaushalt. Du registrierst dich online auf minijob-zentrale.de, füllst den Haushaltsscheck mit den Daten deiner Haushaltshilfe aus und gibst eine Kontoverbindung für den Beitragseinzug an. Die Minijob-Zentrale berechnet dann die pauschalen Abgaben und zieht sie zweimal im Jahr per Lastschrift ein. Du musst keine Lohnabrechnung selbst erstellen.

Ein Minijob liegt vor, solange der Verdienst die Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigt. Diese Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt und liegt 2026 bei 556 Euro im Monat. Verdient deine Haushaltshilfe im Monatsdurchschnitt mehr, ist sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt, und die Anmeldung wird komplexer. Wende dich dann am besten an die Minijob-Zentrale oder einen Steuerberater.

Du kannst 20 Prozent deiner Kosten für die Haushaltshilfe direkt von deiner Steuerschuld abziehen, nach Paragraf 35a EStG. Bei einem Minijob über das Haushaltsscheck-Verfahren sind das maximal 510 Euro pro Jahr. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder einer haushaltsnahen Dienstleistung über eine Plattform sind es bis zu 4.000 Euro pro Jahr. Voraussetzung ist immer die bargeldlose Zahlung und eine ordentliche Rechnung. Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an.

Wenn du deine Haushaltshilfe über das Haushaltsscheck-Verfahren als Minijob anmeldest, ist sie automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung für Privathaushalte abgesichert. Du musst dich nicht separat darum kümmern, das ist im Verfahren enthalten. Buchst du über eine geprüfte Vermittlungsplattform, ist die Kraft über die Plattform abgesichert. Nur bei nicht angemeldeter Schwarzarbeit gibt es keinen Unfallschutz, und im Schadensfall kannst du als Auftraggeber haftbar sein.

Schwarzarbeit im Haushalt ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern sowie der Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen geahndet werden. Du verlierst außerdem den Steuervorteil von bis zu 4.000 Euro, hast keinen Unfallversicherungsschutz für die Kraft und keine Absicherung bei Schäden. Im Verhältnis zur einfachen Anmeldung über den Haushaltsscheck oder eine Plattform steht das Risiko in keinem vernünftigen Verhältnis zur kurzfristigen Ersparnis.

Ja, bei geprüften Vermittlungsplattformen wie Wecasa, Helpling oder Batmaid ist die korrekte Anmeldung und Versicherung im Service enthalten. Die Kräfte sind dort selbstständig tätig oder fest bei der Plattform angestellt, sodass du selbst nichts anmelden musst. Anders ist es bei reinen Marktplätzen wie Betreut.de: Dort vermittelt die Plattform nur den Kontakt, und du bist selbst für die legale Beschäftigung und Anmeldung verantwortlich.

Legal ist einfacher, als du denkst

Die legale Beschäftigung einer Haushaltshilfe klingt nach Bürokratie, ist aber in der Praxis schnell erledigt. Das Haushaltsscheck-Verfahren reduziert den Aufwand auf wenige Klicks, und der Steuerbonus von 20 Prozent macht die saubere Lösung am Ende fast immer günstiger als die vermeintlich billige Schwarzarbeit. Du sparst dir das Haftungsrisiko, sicherst die Kraft über die Unfallversicherung ab und handelst fair.

Am unkompliziertesten fährst du, wenn du dir die ganze Anmeldethematik komplett abnehmen lässt. Über eine geprüfte Plattform buchst du eine fertige, versicherte und legal abgewickelte Dienstleistung, zahlst bargeldlos und holst dir 20 Prozent über die Steuer zurück. Wenn du jetzt loslegen willst, schau dir Wecasa mit fairen Festpreisen oder Helpling mit bundesweiter Abdeckung an. Beide nehmen dir die Anmeldung ab. Wer lieber vergleicht, startet im Putz-Portale-Vergleich oder im Putzkraft-Finder.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Aktuelle und verbindliche Auskünfte zu Beiträgen, Grenzwerten und deiner persönlichen Situation erhältst du bei der Minijob-Zentrale, deinem Finanzamt oder einem Steuerberater.

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