Eine Putzfrau kostet in Deutschland 2026 zwischen 15 und 35 Euro pro Stunde. Wo genau du landest, hängt von drei Dingen ab: ob du über eine geprüfte Vermittlungsplattform oder einen freien Marktplatz buchst, in welcher Stadt du wohnst und ob die Reinigung legal angemeldet ist. Über die großen Plattformen zahlst du je nach Anbieter ab 16,90 bis 34 Euro pro Stunde. Was die meisten übersehen: Du kannst 20 Prozent der Arbeitskosten nach Paragraf 35a EStG von der Steuer zurückholen. Damit sinkt dein echter Stundenpreis spürbar.
Kurzfassung: Rechne mit 15 bis 35 Euro pro Stunde. Über eine geprüfte Plattform zahlst du etwas mehr, sparst dir aber den Papierkram und holst dir 20 Prozent über die Steuer zurück.
In diesem Ratgeber bekommst du die kompletten Zahlen: konkrete Stundensätze pro Anbieter, den Unterschied zwischen Fixpreis und Stundenmodell, alle versteckten Kosten, eine ehrliche Rechnung Schwarzarbeit gegen legal und drei durchgerechnete Beispiele. Am Ende weißt du genau, was deine Putzfrau wirklich kostet.
Was kostet eine Putzfrau pro Stunde? Die schnelle Antwort
Der reine Stundenlohn einer Putzkraft am freien Markt orientiert sich am gesetzlichen Mindestlohn, der seit Januar 2026 bei 13,90 Euro liegt. Selbstständige Kräfte verlangen in der Praxis ab etwa 15 Euro pro Stunde. Sobald eine Plattform mit Vermittlung, Versicherung und Abwicklung dazwischensteht, steigt der Preis. Du zahlst dann nicht nur die Arbeitszeit, sondern auch Sicherheit und Bequemlichkeit.
Drei Preisstufen als grobe Orientierung:
- 15 bis 18 Euro pro Stunde bei privater Vermittlung und Marktplätzen, auf denen Kräfte ihren Preis selbst setzen. Günstig, aber du übernimmst Prüfung und Absicherung selbst.
- 17 bis 27 Euro pro Stunde bei geprüften Vermittlungsplattformen mit Versicherung und Vorab-Auswahl. Hier landen die meisten Privathaushalte.
- 29 bis 35 Euro pro Stunde bei Anbietern mit festangestelltem Personal oder Premium-Service. Teurer, dafür mit Arbeitgeber-Garantie und ohne Schwarzarbeitsrisiko.
Wichtig: Diese Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und vor dem Steuervorteil. Rechnest du die 20 Prozent nach Paragraf 35a EStG gegen, landest du am Ende deutlich niedriger. Dazu unten mehr.
Stundensätze der großen Putzfrau-Plattformen im Vergleich
Die bekannten Plattformen unterscheiden sich beim Preis stärker, als ihr Marketing vermuten lässt. Manche locken mit niedrigen Startpreisen, die in deiner Stadt selten gelten. Andere setzen Fixpreise, bei denen du sofort weißt, woran du bist. Hier die nach unseren Fact-Checks belegten Einstiegspreise, Stand 4. Juni 2026.
Bei Wecasa zahlst du einen festen Stundensatz. Die regelmäßige Reinigung kostet 24,90 Euro pro Stunde, eine einmalige Reinigung 26,90 Euro, eine Grundreinigung 29,90 Euro. In diesem Preis stecken bereits Anfahrt, Material und Provision. Es kommt keine separate Servicegebühr dazu. Die Mindestbuchung beträgt 2 Stunden.
Bei Helpling setzen die Kräfte ihren Stundensatz selbst. Die Spanne reicht laut Preisseite von 16,90 bis rund 35 Euro pro Stunde, wobei 16,90 Euro der angegebene Durchschnitts-Niedrigwert ist. In der Realität liegt der Schnitt je nach Stadt höher: Berlin etwa 22 Euro, Hamburg 20,57 Euro, München 26,86 Euro. Auf jede Buchung kommen pauschal 2,99 Euro Servicegebühr obendrauf, unabhängig von der Dauer. Mindestbuchung ebenfalls 2 Stunden.
Batmaid arbeitet mit festem Personal und gestaffelten Tarifen nach Frequenz. Wöchentlich zahlst du 29 Euro pro Stunde, zweiwöchentlich 32 Euro, eine Einmalreinigung 34 Euro. Der höhere Preis erklärt sich durch das Anstellungsmodell: Die Kräfte sind bei Batmaid angestellt, gemeldet und versichert, das Schwarzarbeitsrisiko entfällt komplett.
Anbieter wie MaidEasy und extraSauber rechnen nicht nach Stunden, sondern per Fixpreis. Bei MaidEasy startet eine einmalige Wartungsreinigung ab 84 Euro, die regelmäßigen Abo-Pakete liegen ab 75 Euro pro Termin. extraSauber kalkuliert pro Quadratmeter ab 1 Euro für die Standardreinigung. Der konkrete Preis erscheint dort erst, nachdem du Postleitzahl, Wohnfläche und Raumanzahl im Buchungsflow eingegeben hast.
Betreut.de ist ein reiner Marktplatz. Du verhandelst den Stundensatz direkt mit der Haushaltshilfe, üblich sind 14 bis 17 Euro pro Stunde. Die Plattform selbst verlangt keine Provision auf die Arbeit, sondern eine monatliche Mitgliedschaftsgebühr von rund 35 Euro. Ohne diese kannst du keine Kräfte kontaktieren.
Preis-Übersicht: Putzfrau-Kosten nach Anbieter
Die folgende Tabelle bündelt die Einstiegspreise. Achte auf die Spalte „Modell“, sie erklärt die Preisunterschiede.
| Anbieter | Preis ab | Modell | Servicegebühr |
|---|---|---|---|
| Wecasa | 24,90 €/Std. | Fixpreis je Stunde | keine, alles inklusive |
| Helpling | 16,90 €/Std. | Kraft setzt Preis selbst | 2,99 € pro Buchung |
| Batmaid | 29 €/Std. | festes Personal, Tarif je Frequenz | keine separate |
| MaidEasy | 75 € je Termin | Fixpreis je Paket | keine separate |
| extraSauber | 1 € pro m² | Fixpreis je Quadratmeter | im Fixpreis enthalten |
| Betreut.de | 14 €/Std. | Marktplatz, frei verhandelt | ca. 35 € Mitgliedschaft im Monat |
Alle Preise inklusive Mehrwertsteuer, Stand Juni 2026, vor dem Steuervorteil nach Paragraf 35a EStG. Bei MaidEasy, extraSauber und Betreut.de erscheint der konkrete Endpreis erst nach Eingabe deiner Daten im jeweiligen Buchungsflow.
Fixpreis oder Stundenmodell: Was ist günstiger?
Es gibt zwei grundsätzliche Abrechnungsarten, und welche für dich günstiger ist, hängt von deiner Wohnung ab.
Beim Stundenmodell zahlst du für die tatsächlich geleistete Zeit. Anbieter wie Wecasa, Helpling und Batmaid rechnen so. Der Vorteil: volle Transparenz, du weißt genau, was eine Stunde kostet. Der Nachteil: Wenn die Kraft langsamer arbeitet oder deine Wohnung verschmutzter ist als gedacht, steigt der Endpreis. Du trägst das Zeitrisiko.
Beim Fixpreis zahlst du einen Pauschalbetrag für ein definiertes Ergebnis, unabhängig von der Dauer. MaidEasy und extraSauber arbeiten so. Der Vorteil: Planungssicherheit, der Preis steht vor der Buchung fest. Der Nachteil: Du zahlst denselben Betrag, auch wenn die Kraft schneller fertig ist. Fixpreise lohnen sich vor allem bei klar abgegrenzten Aufgaben wie einer Umzugsreinigung.
Für regelmäßige Pflege einer durchschnittlich sauberen Wohnung ist das Stundenmodell meist günstiger. Für einmalige Großeinsätze mit definiertem Umfang, etwa eine Wohnungsübergabe, bietet der Fixpreis bessere Kalkulierbarkeit. Rechne im Zweifel beide Varianten für deinen konkreten Fall durch.
Versteckte Kosten und Servicegebühren
Der beworbene Stundensatz ist selten der Betrag, der am Monatsende von deinem Konto geht. Diese Zusatzkosten solltest du einplanen:
Diese Posten kommen häufig dazu:
- Servicegebühr pro Buchung: Bei Helpling fallen 2,99 Euro pro Buchung an, egal wie lange die Reinigung dauert. Bei vielen kurzen Einzelterminen summiert sich das.
- Mitgliedschaftsgebühr: Bei Betreut.de zahlst du rund 35 Euro im Monat allein für den Zugang zu den Profilen, bevor die erste Putzstunde überhaupt geleistet ist.
- Reinigungsmittel und Geräte: Bei Helpling und Wecasa stellst du Staubsauger, Wischmopp und Putzmittel selbst. Fehlt die Grundausstattung, kommen einmalige Anschaffungskosten dazu.
- Stornogebühren: Sagst du kurzfristig ab, wird es oft teuer. Bei Wecasa fallen unter 8 Stunden Vorlauf 15 Prozent an, bei MaidEasy 50 bis 100 Prozent je nach Zeitpunkt.
- Anfahrt: Bei den meisten Plattformen ist die Anfahrt im Stundensatz enthalten. Bei lokalen Einzelkräften kann sie separat berechnet werden, frag das vorher ab.
Eine niedrige beworbene Zahl sagt wenig aus. Vergleiche immer den Gesamtpreis für deinen konkreten Einsatz. Ein Anbieter mit 24,90 Euro Fixpreis ohne Servicegebühr kann am Ende günstiger sein als einer mit 16,90 Euro Startpreis, der nach Stadt und Gebühr deutlich höher liegt.
Putzfrau-Kosten nach Reinigungsart und Wohnungsgröße
Wie viele Stunden du brauchst, entscheidet stärker über die Gesamtkosten als der Stundensatz. Als grobe Orientierung gilt: Eine geübte Kraft schafft etwa 30 bis 40 Quadratmeter pro Stunde bei einer normalen Unterhaltsreinigung.
Nach Wohnungsgröße (Unterhaltsreinigung):
- Single-Wohnung bis 50 m²: etwa 2 Stunden, das entspricht der üblichen Mindestbuchung.
- Wohnung 60 bis 90 m²: etwa 2,5 bis 3 Stunden pro Termin.
- Haus oder große Wohnung ab 120 m²: 3,5 bis 5 Stunden, je nach Ausstattung und Anzahl der Bäder.
Nach Reinigungsart: Die normale Unterhaltsreinigung (saugen, wischen, abstauben, Bad und Küche) ist der Standardfall. Eine Grundreinigung mit Kalkentfernung, Fenstern und Innenreinigung von Schränken dauert deutlich länger und kostet entsprechend mehr. Bei Wecasa liegt der Grundreinigungstarif mit 29,90 Euro pro Stunde über dem Standardpreis. Spezialfälle wie Umzugs- oder Einzugsreinigung werden bei MaidEasy und extraSauber als eigene Fixpreis-Pakete angeboten, bei MaidEasy etwa die Auszugsreinigung ab 154 Euro.
Rechne für eine wöchentliche Unterhaltsreinigung einer 70-Quadratmeter-Wohnung also mit rund 3 Stunden pro Termin. Bei 24,90 Euro Stundensatz sind das etwa 75 Euro pro Woche, vor Steuervorteil.
Schwarzarbeit gegen legale Putzfrau: Der echte Preisunterschied
12 Euro bar auf die Hand klingt nach dem besten Deal. Rechnet man ehrlich nach, kippt dieser Vorteil schnell.
Bei Schwarzarbeit sparst du auf den ersten Blick die Plattformkosten und die Steuer der Kraft. Du verlierst aber den Steuervorteil nach Paragraf 35a EStG komplett, denn ohne Rechnung und unbare Zahlung gibt es keine Absetzbarkeit. Und du trägst das volle Risiko: Geht etwas zu Bruch, gibt es keine Versicherung. Verletzt sich die Kraft in deiner Wohnung, kannst du als Auftraggeber haften. Wird die Schwarzarbeit aufgedeckt, drohen Bußgelder im fünfstelligen Bereich.
Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Du buchst eine Putzfrau für 3 Stunden pro Woche, das ganze Jahr über:
Schwarzarbeit (12 €/Std., bar):
- 3 Std. x 12 € x 52 Wochen = 1.872 € im Jahr
- Steuervorteil: 0 € (keine Absetzbarkeit)
- Versicherung bei Schaden: keine
- Echte Jahreskosten: 1.872 € plus volles Risiko
Legal über Plattform (24,90 €/Std., Rechnung):
- 3 Std. x 24,90 € x 52 Wochen = 3.884 € im Jahr
- Steuervorteil 20 %: minus 777 €
- Echte Jahreskosten nach Steuer: 3.107 €
- Versicherung bei Schaden: bis 5 Mio. € (je nach Anbieter)
Die legale Variante kostet dich im Beispiel rund 1.235 Euro mehr im Jahr. Dafür bekommst du Versicherungsschutz, Ersatz bei Ausfall, geprüfte Kräfte und null rechtliches Risiko. Ob dir das die Differenz wert ist, entscheidest du. Klar ist: Der Abstand ist kleiner, als die bloßen Stundensätze suggerieren, sobald du Steuervorteil und Risiko einrechnest.
Steuervorteil nach Paragraf 35a EStG: 20 Prozent zurückholen
Das ist der wichtigste Hebel, um deine Putzfrau-Kosten zu senken, und viele lassen ihn liegen. Haushaltsnahe Dienstleistungen, zu denen die Reinigung deiner Wohnung zählt, sind nach Paragraf 35a Einkommensteuergesetz steuerlich absetzbar.
Konkret kannst du 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von deiner Steuerschuld abziehen, maximal 4.000 Euro pro Jahr. Diese 4.000 Euro entsprechen Arbeitskosten von 20.000 Euro im Jahr, eine Grenze, die ein normaler Haushalt nie erreicht. Praktisch heißt das: Fast alles, was du für die legale Putzfrau zahlst, ist absetzbar.
Zwei Bedingungen musst du erfüllen:
- Rechnung: Du brauchst eine ordentliche Rechnung, die die Arbeitskosten ausweist. Über die Plattformen bekommst du die automatisch.
- Unbare Zahlung: Du musst per Überweisung, Karte oder digital zahlen. Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an. Genau deshalb ist Schwarzarbeit doppelt teuer.
Ein Beispiel: Zahlst du im Jahr 3.000 Euro Arbeitskosten für deine Putzfrau, bekommst du 600 Euro über die Steuererklärung zurück. Dein effektiver Stundensatz von 24,90 Euro sinkt damit rechnerisch auf knapp 20 Euro. Trag die Kosten in der Anlage „Haushaltsnahe Aufwendungen“ deiner Steuererklärung ein.
Spartipps: So senkst du die Kosten legal
Du musst nicht zur Schwarzarbeit greifen, um zu sparen. Diese Hebel funktionieren ganz legal:
- Regelmäßig statt einmalig buchen: Abo-Tarife sind fast immer günstiger als Einmalbuchungen. Bei Wecasa zahlst du regelmäßig 24,90 statt 26,90 Euro, bei Batmaid 29 statt 34 Euro pro Stunde.
- Servicegebühren bündeln: Wo eine Gebühr pro Buchung anfällt wie bei Helpling, lohnt das Abo. Eine wöchentliche Buchung trägt dieselbe Gebühr wie ein loser Einzeltermin, du verteilst sie nur besser.
- Fixpreis vergleichen: Bei klar abgegrenzten Aufgaben kann ein Quadratmeter-Fixpreis günstiger sein als das Stundenmodell. Rechne beide Varianten durch.
- Den Steuervorteil voll ausschöpfen: Hebe jede Rechnung auf und zahle ausnahmslos unbar. Die 20 Prozent nach Paragraf 35a EStG sind der größte Einzelposten beim Sparen.
- Realistische Stundenzahl ansetzen: Buche nicht mehr Stunden als nötig. Eine geübte Kraft schafft mehr Fläche pro Stunde, als du vielleicht denkst. Lieber mit 2 Stunden starten und bei Bedarf erhöhen.
- Eigene Reinigungsmittel bereithalten: Wo du Mittel selbst stellst, kaufe sie günstig im Vorrat statt teurer Spezialprodukte. Das spart über das Jahr spürbar.
Drei Rechenbeispiele aus der Praxis
Damit die Zahlen greifbar werden, hier drei typische Haushalte mit echten Plattformpreisen.
Beispiel 1: Single, 45 m², alle zwei Wochen. Anna bucht eine Putzfrau für 2 Stunden alle zwei Wochen über Wecasa zum regelmäßigen Tarif von 24,90 Euro. Pro Termin sind das 49,80 Euro, im Monat rund 99,60 Euro. Übers Jahr 1.295 Euro. Nach dem Steuervorteil von 20 Prozent bleiben effektiv etwa 1.036 Euro, also rund 20 Euro je geleisteter Stunde.
Beispiel 2: Paar, 75 m², wöchentlich. Tom und Lena buchen 3 Stunden pro Woche über Helpling zum Berliner Durchschnitt von 22 Euro plus 2,99 Euro Servicegebühr je Termin. Pro Woche 66 Euro plus Gebühr, macht 68,99 Euro. Im Monat rund 276 Euro, im Jahr 3.587 Euro. Nach 20 Prozent Steuervorteil auf die Arbeitskosten bleiben etwa 2.870 Euro.
Beispiel 3: Familie, 130 m², einmalige Grundreinigung. Familie Berg braucht eine intensive Grundreinigung vor dem Umzug. Sie buchen bei Wecasa zum Grundreinigungstarif von 29,90 Euro für 6 Stunden. Das ergibt 179,40 Euro einmalig. Nach Steuervorteil bleiben rund 143 Euro. Bei MaidEasy mit dem Auszugs-Fixpreis ab 154 Euro lägen sie in ähnlicher Größenordnung, je nach Wohnfläche.
Häufige Fragen zu den Kosten einer Putzfrau
Eine Putzfrau kostet 2026 in Deutschland zwischen 15 und 35 Euro pro Stunde. Am freien Markt und über Marktplätze startet es bei rund 14 bis 17 Euro, über geprüfte Vermittlungsplattformen liegt der Stundensatz meist zwischen 17 und 27 Euro, bei Anbietern mit festem Personal wie Batmaid bei 29 bis 34 Euro. Den größten Einfluss auf den Endpreis haben dein Wohnort, das gewählte Modell und ob du den Steuervorteil nutzt.
Bei einer wöchentlichen Reinigung von 3 Stunden zahlst du je nach Anbieter rund 270 bis 360 Euro im Monat, vor dem Steuervorteil. Bei zweiwöchentlicher Buchung von 2 Stunden sind es etwa 100 bis 130 Euro. Nach Abzug der 20 Prozent nach Paragraf 35a EStG sinken diese Beträge um ein Fünftel. Entscheidend ist die Stundenzahl pro Termin, nicht nur der Stundensatz.
Ja, der reine Stundensatz ist über eine Plattform höher, oft 24 bis 30 statt 12 bis 15 Euro privat. Dafür bekommst du Versicherungsschutz, geprüfte Kräfte, eine Rechnung für die Steuer und kein Schwarzarbeitsrisiko. Sobald du den Steuervorteil von 20 Prozent gegenrechnest und das Haftungsrisiko der Schwarzarbeit einkalkulierst, schrumpft der Preisabstand deutlich.
Ja. Die Reinigung deiner Wohnung gilt als haushaltsnahe Dienstleistung nach Paragraf 35a EStG. Du kannst 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von deiner Steuerschuld abziehen, maximal 4.000 Euro im Jahr. Voraussetzung sind eine ordentliche Rechnung und die unbare Zahlung per Überweisung oder Karte. Barzahlung und Schwarzarbeit erkennt das Finanzamt nicht an.
Das hängt vom Einsatz ab. Für die regelmäßige Pflege einer durchschnittlich sauberen Wohnung ist das Stundenmodell meist günstiger, weil du nur die tatsächlich geleistete Zeit zahlst. Für einmalige Großeinsätze mit klarem Umfang wie eine Umzugsreinigung bietet der Fixpreis bessere Planungssicherheit. Im Zweifel rechnest du beide Varianten für deinen konkreten Fall durch.
Achte auf vier Posten: die Servicegebühr pro Buchung (bei Helpling 2,99 Euro), die Mitgliedschaftsgebühr bei Marktplätzen (bei Betreut.de rund 35 Euro im Monat), die Reinigungsmittel, die du bei einigen Anbietern selbst stellst, und Stornogebühren bei kurzfristiger Absage. Vergleiche immer den Gesamtpreis für deinen konkreten Einsatz, nicht nur den beworbenen Startpreis.
Fazit: So findest du den fairsten Preis
Eine Putzfrau muss kein Luxus sein. Wer den Steuervorteil nach Paragraf 35a EStG konsequent nutzt, drückt den effektiven Stundenpreis um ein Fünftel. Der günstigste beworbene Preis ist selten der günstigste Endpreis. Rechne immer den Gesamtbetrag für deinen Einsatz inklusive Gebühren und nach Steuervorteil.
Für die meisten Privathaushalte ist eine geprüfte Vermittlungsplattform der beste Kompromiss aus Preis, Sicherheit und Bequemlichkeit. Wenn du eine geprüfte Putzkraft mit Versicherung und transparentem Preis suchst, kommst du über die großen Plattformen am schnellsten ans Ziel.
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